Über Kambodscha

DSC_0077bearbeitetUm Ihnen einen Einblick in das Leben und die Probleme der Menschen Kambodschas zu geben, haben wir Ihnen hier einige Informationen zusammengestellt.

Die meisten Menschen in Kambodscha sind Bauern und Fischer, während es an ausgebildeten Fachkräften mangelt – eine noch heute spürbare Folge der Intellektuellenverfolgung während des Terrorregimes der roten Khmer, dem dunkelsten Kapitel in der Geschichte des Landes.

Die Familien versorgen sich selbst, die geringen Überschüsse werden verkauft. Davon zu leben ist in den meisten Fällen kaum möglich und so hoffen viele in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh auf bessere Lebensbedingungen. Meist wird diese Hoffnung bitter enttäuscht und so bleibt nur das Leben ohne Geld, ohne Strom und Wasser unter schlechten hygienischen Bedingungen auf engstem Raum in ärmlichsten Siedlungen am Stadtrand oder in den umliegenden Dörfern.

“Es gibt keinerlei Sozialversicherung oder sonstiges öffentliches Fürsorgesystem. In ihrer Verzweiflung sehen viele Familien den letzten Ausweg in dem Verkauf ihrer Kinder, die dann zu Kinderarbeit und Prostitution gezwungen werden. Für Menschen (auch Kinder), die durch eine Behinderung nicht arbeiten können, besteht die einzig reale Überlebenschance im Betteln” (Zitat von Constanze Burkhardt).cambodge37

Kinderarbeit ist ein weiteres großes Problem, jedoch in Kambodscha fast selbstverständlich. Dies führt dazu, dass die Kinder nicht nur sehr früh körperlichen Schaden erleiden, sondern ebenso keinerlei Schulbildung erhalten. Auch Kinderprostitution – aus Not oder durch Zwang – ist in Kambodscha ein sehr grosses Problem. Oftmals werden Waisenkinder von skrupellosen Kinderhändlern an Bordelle verkauft, die vor allem ausländische Touristen zu ihren Kunden zählen.

Kambodscha wird jedes Jahr zur Monsunzeit von schweren Regenfällen und Überschwemmungen heimgesucht. So wurden 2002 zum dritten Mal in Folge grosse Teile der Reisernte vernichtet. Mehr als 60 Ortschaften entlang des Mekong wurden zerstört, mehrere Hundert Todesopfer waren zu beklagen. Das andere Extrem trat 2005 auf, als die Monsunfälle fast ganz ausblieben und viele tausend Menschen von Dürre und Hunger heimgesucht wurden.

Dinge wie sauberes Wasser, Nahrung, Strom, Schulen und medizinische Versorgung, die für uns selbstverständlich sind, gelten für viele Menschen Kambodschas als Luxus. Für manche Menschen ist ein Weg von 15 Kilometern zur nächsten Trinkwasserstelle bittere Realität, für zu viele das fehlende Dach über dem Kopf.

Wenn Sie mehr Informationen über das Land Kambodscha und seine Geschichte möchten, empfehlen wir Ihnen den entsprechenden Artikel in der Wikipedia


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Fläche
181.040 km2 (50% BRD)

Hauptstadt
Phnom Penh

Einwohner
14,5 Millionen

Lebenserwartung
57,5 Jahre (BRD ca. 80)

Durchschnittsalter
21,7 Jahre

Alphabetisierung
73,6 % (BRD > 95%)

Religion
93% Buddhisten
6% Muslime
1% Christen
div. kleinere Gruppen

Ethnische Gruppen
90% Khmer
5% Vietnamesen
1% Chinesen
4% Andere

Amtssprache
Khmer (95%)